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Die Wirkung von Bor auf das Gehirn 

 October 18, 2020

By  Christopher Hausmann

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Immer mehr Studien liefern Beweise fĂŒr den essentiellen Nutzen von Bor als Spurenelement in der ErnĂ€hrung. Zu den berichteten positiven Wirkungen von Bor zĂ€hlen die Linderung von Arthritis oder die Verringerung des Risikos dieser Krankheit, Knochenwachstum und -erhalt, die Funktion des Zentral-nervensystems, die Verringerung des Krebsrisikos, die Förderung von Hormonen und die Immunreaktion, sowie EntzĂŒndungen und die Modulation von oxidativem Stress. In dem folgenden Bericht erlĂ€utern wir Ihnen, anhand der zahlreichen Studien die Wichtigkeit des Elements Bor im menschlichen Körper.

So wirkt Bor auf das Gehirn

Bor beeinflusst die elektrische AktivitÀt des Gehirns. Dies kann mittels eines EEGs nachgewiesen werden. Dabei wurde festgestellt, dass motorische FÀhigkeiten und Aufmerksamkeit stiegen, sowie eine Verbesserung des KurzzeitgedÀchtnisses mit tÀglicher Einnahme von Bor erzielt werden konnten.


Bors Wirkung auf das Gehirn genauer untersucht

Bewertungen der elektrischen AktivitĂ€t des Gehirns sowohl bei Tieren als auch bei Menschen haben gezeigt, dass ein Borentzug in der Nahrung als BorsĂ€ure zu einer verminderten elektrischen AktivitĂ€t des Gehirns fĂŒhrt. Bei Tieren war der Borentzug mit einer verminderten hochfrequenten und einer erhöhten niederfrequenten elektrischen AktivitĂ€t des Gehirns verbunden, was mit einer verminderten Erregung einherging.


Das deutet darauf hin, dass Bor möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Gehirnaktivierung bei Tieren spielt. Beim Menschen fĂŒhrte der Borentzug (<0,3 mg/Tag) zu einer schlechteren Leistung bei Aufgaben der motorischen Geschwindigkeit und Geschicklichkeit, der Aufmerksamkeit und des KurzzeitgedĂ€chtnisses.


Eine Reihe von Experimenten, die an gesunden Ă€lteren MĂ€nnern und Frauen durchgefĂŒhrt wurden, ergab, dass relativ kurze ZeitrĂ€ume von 42 bis 73 Tagen, in denen die Borzufuhr eingeschrĂ€nkt war, die Gehirnfunktion und die kognitive Leistung negativ beeinflussten.


Das konsistenteste EEG-Ergebnis war, dass eine niedrige Borzufuhr zu einer Verschiebung hin zu mehr AktivitĂ€t in den niedrigen Frequenzen und weniger AktivitĂ€t in den hohen, dominanten Frequenzen des EEG-Spektrums fĂŒhrte. Dieselbe Wirkung, die typischerweise als Reaktion auf unspezifische MangelernĂ€hrung und SchwermetalltoxizitĂ€t beobachtet wird. Ein EEG (Elektroenzephalografie) ist eine Untersuchungsmethode, bei der die elektrische AktivitĂ€t der Hirnrinde ĂŒber Elektroden gemessen wird und als diagnostische Methode zur Erfassung der GehirnaktivitĂ€t benutzt wird. Diese ist mit einem EKG zu vergleichen.


Erhöhte AktivitĂ€t im Niederfrequenzbereich ist charakteristisch fĂŒr ZustĂ€nde verminderter geistiger Wachsamkeit und geht einher mit verminderter FĂ€higkeit, Wachsamkeit und psychomotorische Aufgaben zu erfĂŒllen. Die genannten Sachen stehen allesamt in einer Verbindung zur eingeschrĂ€nkten kognitiven LeistungsfĂ€higkeit.


Eine Studie mit Ratten legte nahe, dass eine niedrige Bor ErnĂ€hrung in Kombination mit anderen NĂ€hrstoffmĂ€ngeln sich möglicherweise negativ auf die Gehirnfunktion auswirken könnte. Ratten mit Vitamin-D-Mangel, die mit einem borarmen Futter gefĂŒttert wurden hatten im Gegensatz zu Ratten, die ohne EinschrĂ€nkungen gefĂŒttert wurden, ein vermindertes Kalzium- und Phosphor-Gleichgewicht und eine höhere Menge an Bor. Bormangel in Verbindung mit Vitamin-D-Mangel zeigten einen Anstieg des Kalziumgehalts der Hirnrinde und eine Abnahme des Kleinhirn-Phosphors. Dies zeigt deutlich die VerĂ€nderungen, die im Gehirn stattfinden, wenn dem Körper nicht genĂŒgend Bor zugefĂŒhrt wird.  


Weitere Studien an Ratten und Menschen untersuchten mögliche Beziehungen zwischen ernÀhrungsbedingtem Bor und psychologischen Funktion des Gehirns. Bei erwachsenen Ratten wurde gezeigt, dass ein Borentzug die Hochfrequenz der GehirnaktivitÀt verringert und die Niederfrequenz erhöht. Elektrische AktivitÀt des Gehirns weist auf verminderte geistige Wachsamkeit hin.


Studien mit Menschen, die Gehirn und psychologische Funktion untersuchten zeigten, dass eine ungenĂŒgende Bor-Zufuhr, die im EEG gemessene AktivitĂ€t des Gehirns aufzeichnete. Wie bereits erwĂ€hnt konnten auch bei dieser Studie wesentliche Unterschiede in der AktivitĂ€t festgestellt werden. Diese Studien liefern weitere Belege dafĂŒr, dass Bor in der Nahrung die Funktion des Organsystems begĂŒnstigt und kann daher ein wesentlicher NĂ€hrstoff fĂŒr Menschen und Tiere betrachtet werden.


Das Spurenelement Bor allgemein betrachtet

Das Spurenelement Bor ist ein MikronĂ€hrstoff mit vielfĂ€ltigen und lebenswichtigen Funktionen im Stoffwechsel, die ihn fĂŒr die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen und möglicherweise, wie jĂŒngste Forschungen nahelegen, fĂŒr die Entwicklung des Lebens auf der Erde notwendig war. Das Spurenelement wird alltĂ€glich in unterschiedlichen Mengen mit der Nahrung aufgenommen. Die Aufnahme ist jedoch Ă€ußerst schwankungsanfĂ€llig und richtet sich meist nach dem Borkonzentration des Bodens1. Die zunehmende Demineralisierung der Böden in der Vieh-und Landwirtschaft hat desaströse Auswirkungen auf die NĂ€hrstoffkonzentration und demnach Borkonzentration in den Böden. Die, in den Studien berichteten Werte fĂŒr die mittlere Gesamtboraufnahme schwanken: 1,7 bis 7,0 mg/d in den Vereinigten Staaten; 1,75 bis 2,12 mg/d in Mexiko; 0,8 bis 1,9 mg/d in der EuropĂ€ischen Union; 2,16 bis 2,28 mg/d in Australien; und ungefĂ€hr 0,93 mg/d in Korea2.


Bors Einfluss auf das Knochenwachstum und Erhaltung

In einer Studie des Landwirtschaftsverbandes der USA wurden Frauen im fortgeschrittenen Alter mit tĂ€glich 3mg Bor behandelt. Die erhöhte Zufuhr von Bor sorgte fĂŒr eine reduzierte AusschĂŒttung von Calcium3. Der Effekt wurde sogar verbessert, wenn ausreichend Magnesium zugefĂŒhrt wurde. Calcium ist essentiell fĂŒr die Erhaltung und Bildung gesunder, starker und widerstandfĂ€higer Knochen.

Bor spielt eine wichtige Rolle in der Osteogenese und ein Mangel wirkt sich nachweislich negativ auf die Knochenentwicklung und -regeneration aus4. Aufgrund der Vielseitigkeit des Minerals und der vielseitigen zellulÀren Wege im Körper konnten signifikante Beziehungen zur Produktion und AktivitÀt von Steroidhormonen, synergistischen Wirkungen mit Magnesium und Calcium, sowie Vitamin-D Nutzung, gefunden werden. Alle beschrieben ZusammenhÀnge mit Bor beeinflussen die QualitÀt der Knochen des menschlichen Körpers.


Quellen

1https://pubag.nal.usda.gov/catalog/47885

2https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10050910/

3 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3678698/

4 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18366532/

nicht im Text markierte Quellen: 

https://ods.od.nih.gov/factsheets/Boron-HealthProfessional/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12705642/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18366532/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16910176/

Christopher Hausmann

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