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L-Theanin 

 April 29, 2020

By  Christopher Hausmann

L-Theanin - die Aminosäure und ihre Wirkung


Der Stoff L-Theanin ist eine Aminosäure, wie Glycin, Glutamin oder Arginin und kommt in den Blättern der Teepflanze vor, sowie in einer speziellen Pilzsorte (Maronenröhrling). Mit Theanin wird oft eine beruhigende und stresslindernde Wirkung assoziiert, und des Weiteren wird dieser oft in Verbindung mit Koffein als Nootropika eingesetzt. In diesem Bericht werden wir uns die Wirkung der nichtproteinogenen Aminosäure genauer ansehen.

L-Theanin Erfahrungsbericht


Die Aminosäure L-Theanin kann helfen die Stimmung und Gehirnleistung zu verbessern. In späteren Teil des Berichtes können Sie die Auswertung der wissenschaftlichen Studien einsehen und die genaue Wirkungsweise nachvollziehen.


L-Theanin wird am besten morgens eingenommen. Zusammen mit Kaffee und dem enthaltenen Koffein können synergistische Effekte ausgelöst werden. Nimmt man Theanin zusammen mit Kaffee/Koffein ein so können mögliche Nebenwirkungen von Koffein (Zittern, erhöhte Herzfrequenz, etc.) gelindert werden. Vor allem empfindliche Personen profitieren von dieser Kombination. Die Aminosäure wirkt sehr beruhigend, ohne der Körper unnötig zu stressen.

Vor allem wenn ein stressiger Tag bevorsteht oder mentale und kognitiv anstrengende Aufgaben bevorstehen, kann die Einnahme von L-Theanin helfen.

L-Theanin Dosierung

Die übliche Dosierung von L-Theanin liegt zwischen 200 und 400mg. Dieses wird vorzugsweise am Morgen eingenommen und kann je nach Vorliebe auch zweimal täglich eingenommen werden. Sollte die Aminosäure zweimal eingenommen werden, ist es besser die Dosierung bei 200mg pro Einnahme zu halten. Grüner Tee besitzt über eine Menge von 600mg bis 1500mg bei 100 Gramm. Demzufolge ist die Einnahme von Theanin Pulver besser geeignet als Nahrungsergänzung, wenn man die Vorteile der Aminosäure nutzen möchte.

In zahlreichen Studien wurden keinerlei Indikationen mit der Einnahme von L-Theanin festgestellt. Die Aminosäure ist demnach nicht gefährlich. Am Ende des Berichtes werden die Quellen gelistet, die zur Feststellung dieser Aussage genutzt wurden.

L-Theanin's mentaler Effekt

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31758301

Schon seit mehreren tausend Jahren wurde L-theanin als beruhigende Substanz zu sich genommen. Alte Überlieferungen gehen davon aus, dass Mönche diese Substanz benutzen, um längere Meditationen durchführen zu können. Doch warum wird mit dieser Aminosäure eine derart neurostimulierende Wirkung in Verbindung gesetzt? In den letzten 15 Jahren gab eine durchschnittlich wachsende Anzahl an Studien, die Theanin in Bezug auf mentale Auswirkungen untersuchten.

L-Theanine besitzt eine ähnliche chemische Struktur, wie Glutamat, welcher ein Neurotransmitter ist. Glutamat werden nach derzeitigen Forschungsstand weitreichende Einflüsse auf die Bewegungssteuerung, Sinneswahrnehmung und Gedächtnisleistung nachgesagt. Auf der Grundlage der chemischen Struktur des Stoffes zeigt dieser eine ähnliche Affinität für Gehirnrezeptoren, wie Glutamant. Vor allem die Rezeptoren AMPA und NMDA zeigen Veränderung bei einer Administration von L-Theanin.

AMPA Rezeptoren im Gehirn gehören zu den meist verbreiteten Rezeptoren im Gehirn und sind essentiell für Leitfähigkeitsänderungen der postsynaptischen Membran. NMDA Rezeptoren sind Ionenkanäle in der Zellmembran, die durch Botenstoffe beeinflusst werden und einfach ausgedrückt Leitfähigkeiten bestimmten. Die Leitfähigkeitserhöhung des NMDA-Rezeptors gilt nach aktuellem Stand als Element für die Induktion von synaptischer Plastizität, also Änderung/Optimierung ihrer Funktion/Anatomie.

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L-Theanin und BDNF (Wachstumsfaktor)


L-Theanin steht in diesem Bezug als Agonist da. Demzufolge erhöht der Stoff die Leitfähigkeit der Rezeptoren und Studien konnten zeigen, dass Theanin den Wachstumsfaktor BDNF beeinflusst1. Das bedeutet, dass Theanin einen signifkanten Einfluss auf die Lernfähigkeit und Schutz der Synapsen im Gehirn hat. Der Wachstumsfaktor BDNF ist vor allem in den Gehirnregionen des Hippocampus, Großhirn und Vorderhirn aktiv, welche die Basis für das Gedächtnis und abstrakte Gedächtnis darstellen.


Die Abbildung zeigt deutlich die Auswirkung auf den Wachstumsfaktor. Der weiße Balken zeigt die Testgruppe ohne L-Theanin, und die anderen Balken zeigen die Ergänzung durch L-Theanine (von links nach rechts: 0,4mg/Kg, 2mg/Kg, 10mg/Kg. Im folgenden Teil der Dosierung gehen wir noch genauer auf die Menge und deren Effekte ein.

L-Theanin’s Auswirkung auf die kognitive Performance

Durch den bereits beschriebenen Einfluss von L-Theanin auf verschiedene Rezeptoren im Gehirn wurden seit mehreren Jahren eine Vielzahl von Untersuchen auf die kognitive Performance durchgeführt. In einer im Oktober 2019 veröffentlichten Studie wurde einer gesunde Testgruppe über 4 Wochen täglich 200mg L-Theanin verabreicht. Am Ende der Verabreichungsperiode wurde anhand von BACS-Werten (Brief Assessment of Cognition in Schizophrenia) der Effekt untersucht.


Nach den 4 Wochen konnten erhebliche Steigerungen in der Sprachkompetenz und Exekutivfunktion gefunden werden2. Die Exekutive Funktionen sind eine Reihe von kognitiven Prozessen, die für die kognitive Kontrolle von Verhalten notwendig sind: Auswahl und erfolgreiche Überwachung von Verhaltensweisen, die das Erreichen ausgewählter Ziele erleichtern. Des Weiteren konnten dezente Verbesserung des Arbeitsgedächtnis (vorrübergehende Speicherung von Informationen) und des Verbalen Gedächtnisses notiert werden.


Die Studie zeigt weitere Beweise für die Modellierung und Interaktion mit den Rezeptoren (NMDA) des Gehirns. Vor allem der Bereich des Hippocampus und deren Funktion kann, durch die Verabreichung wohlmöglich positiv beeinflusst werden2.

L-Theanin - Hilfe bei Stressmanagement und Angst



Stresssituation oder ein allgemeines Stressgefühl ist in der heutigen Welt nur schwer zu beseitigen. Die Einflussgebiete, welche Stresszustände hervorbringen sind vielseitig und können von Person zu Person variieren. Chronische Krankheiten oder Arbeitsstress gehören dabei zu den häufigsten Verursachern. Der Begriff Stressor wird allgemein verwendet, um physische oder psychische Reaktionen auf eine wahrgenommene Bedrohung der Umgebung zu beschreiben. In einer Vielzahl an Studien wurden die Verbindung zwischen L-Theanin und der Verbesserung von Stimmung und Kognition angesprochen3.


Eine Studie untersuchte die Stressreaktion unter Verabreichung von 200mg L-Theanin mittels eines arithmetischen Tests. Dabei wurden die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität als Bezugsdaten für die Stressreaktion benutzt. Bei der Placebogruppe (ohne Theanin) wurden signifikant höhere Werte der Herzfrequenz während der Aufgabe festgestellt, wobei die L-Theanin Gruppe niedrigere Werte aufwies. Die Ergebnisse der HRV-Messungen zeigten, dass einige Aspekte der HRV-Analyse in der Placebogruppe signifikant höher waren (p < 0,05) als bei der anderen Gruppe, was auf mehr Aktivierung des sympathischen Nervensystems während

akuter Stress4.

L-Theanin bei Angststörrungen 

Die WHO schätzt, dass 264 Millionen in 2015 mit Angststörungen leben. Für das Enstehen von solchen Störungen können auf die verschiedensten Faktoren zurückgeführt werden. Mehrere Studien wurden durchgeführt, um die Auswirkungen von L-Theanin zu untersuchen, dabei lagen die Dosierungen um den Wert von 400mg. Die meisten Untersuchen bewerten die Auswirkungn von Theanin mittels des HARS-Wertes (Hamilton Anxiety Rating Scale). Die Struktur der Untersuchung beläuft sich auf das Auswerten von Ängstlichen Stimmungen, Spannungen, Ängsten, Schlaflosigkeit und vielen weiteren Merkmalen. Die Einnahme von L-THE war mit einer Verringerung des Gesamt-HARS-Wertes verbunden, mit dem Einsetzen einer Verbesserung nach der zweiten Woche und einer Verbesserung bei fünf der HARS-Items, darunter ängstliche Stimmung, Anspannung, intellektuelle muskuläre und sensorische somatische Beschwerden im Vergleich zur Placebo-Gruppe7.

L-Theanin beeinflusst die Gehirnwellen


Unsere Gehirnaktivität lässt sich mittels Elektroenzephalografie aufzeichnen und stellt eine Standarduntersuchung in der Neurologie dar. Grundlegend unterscheidet man dabei in Delta, Theta, Alpha, Beta und Gammawellen, wobei es jedoch noch weitere spezielle Wellenformen gibt. Eine Studie, die den Einfluss von L-Theanin auf das Gehirn untersuchte, hat durch Verwendung eines Elektroenzephalogramms folgende Ergebnisse geliefert. Es konnte gezeigt werden, dass die Aktivität von Alpha-Gehirnwellen erhöht wurde8. Die Besonderheit dabei war jedoch, dass die Person, die an Angststörrungen leiden, eine wesentlich stärkere Auswirkung hatte.

Alpha-Gehirnwellen werden mit leichter Entspannung bzw. entspannter Wachheit, bei geschlossenen Augen, assoziiert.

Quellen:

1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21861094

2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6836118/

3 Camfield DA, Stough C, Farrimond J et al (2014) Acute effects of tea constituents L-theanine, caffeine, and epigallocatechin gallate on cognitive function and mood: a systematic review and metaanalysis. Nutr Rev 72(8):507–522

4https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31758301

5https://de.wikipedia.org/wiki/Wachstumsfaktor_BDNF

6https://de.wikipedia.org/wiki/NMDA-Rezeptor

7https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26797633
8https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26797633

Christopher Hausmann

Über den Autor

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